Aufrecht Runter
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Mai 98

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Danke für die Lieben Mails die ich bekomme, ich bin ganz gerührt.
DANKE


Hilfesuchende Kinder immer ernst nehmen
Menschen in Notsituationen sollten ihre möglichen Helfer immer direkt und möglichst konkret ansprechen. Einfach nur um Hilfe bitten, kann manchmal nicht ausreichen, sagen Experten für Kriminalprävention. Am besten sollte der Hilfesuchende ganz genau sagen, was passiert ist. Etwa: Der Fremde greift meine Freundin an!
Wenn eine Gruppe von Menschen zusammenstehe, sollte sich der Hilfesuchende einen Ansprechpartner heraussuchen und diesen verbindlich anreden. Wenn jemand mit , Sie mit dem blauen Hemd, helfen Sie mir bitte, angesprochen wird, kann derjenige sich nur schwer umdrehen und einfach gehen.
Helfer sollen allerdings nicht den Helden spielen und sich selbst in Gefahr bringen. Eingreifen macht nur Sinn, wenn man dem Täter überlegen ist. Andernfalls sollte die Polizei alarmiert oder andere Menschen hinzugeholt werden, um den Täter gemeinsam abzuhalten. Dazu sollten die Menschen selbst laut um Hilfe rufen oder sich notfalls auf die Strasse stellen und Autos anhalten.
Vor allem sollten es Erwachsene immer ernst nehmen, wenn sie von Kindern um Hilfe gebeten würden, auch wenn manchmal ein Streich dahintersteckt. Den Eltern raten Kriminalexperten mit ihren Kindern die Gefahr von Straftaten zu besprechen, beispielsweise von sexuellem Mißbrauch durch Unbekannte. Generelle Tips, wie diese Gespräche richtig geführt werden, gibt es nicht. Das hängt von dem Eltern-Kind-Verhältnis ab.(dpa)
Heilbronner Stimme 20.05.98


Und schon wieder mußte eine 11 jährige sterben.
Christina wir denken an Dich


Leseprobe aus Regine einer die auszog das Leben zu lernen


Wer hier für für Selbsthilfegruppen Kontakte herstellen möchte melde sich bitte, auch bestehende Gruppen sind willkommen.


Nach den Pfingstferien wird es hier eine Rubrik Prävention geben, das Material die Seite wird von Pfiffigunde e. V. gestellt.


Leider ist bei uns irgendetwas mit den E-Mails schiefgegangen. Die wurden unter t-online abgespeichert, ich dachte schon hier meldet sich ja gar keiner. Das tut mir sehr leid. Habe jetzt aber schnell alle geladen.


Alle E-Mails an mich, die öffentlich gemacht werden dürfen setze ich auf entsprechende Seiten mit dem Namen Kommentare


Ich glaube es kaum, heute Donnerstag, 14.Mai 1998 steht doch wirklich in meiner Tageszeitung ein kleiner Artikel.
Von der Polizei entdeckt
Dutrouxs neue Fluchtpläne Was sagt ihr dazu?


STOPPT LOLITA

Der Weisse Ring ruft auf, zum aktiven Boykott gegen den Film Lolita. Mich freut das ungemein, da dieses Buch für meinen Vater Anleitung war. Auszüge aus der Stellungnahme des Weissen Ringes: Die Neuverfilmung des Romans Lolita verlangt engagierte Kritik: Der WEISSE RING fordert die Medien und alle gesellschaftlichen Kräfte auf, deutlich zu machen, daß Lolita ein infames Bild vom Verbrechen des Kindesmißbrauchs zeichnet: Der Film ­ mit ästhetisch schön gefilmten Bildern ­ suggeriert, das mißbrauchte Kind trage als Verführerin die Schuld, zumindest Mitschuld. Und der Täter ­ sehr sympathisch und gefühlvoll dargestellt, durchaus von Selbstvorwürfen geplagt ­ ist danach nicht nur Täter, sondern vor allem auch Opfer, Opfer des Kindes und Opfer seiner eigenen Gefühlswelt.

Jahrzehnte hat es gedauert, bis Opfer von Kindesmißbrauch ihre Sprachlosigkeit verließen und das Verbrechen, dessen Ausmaße nur geschätzt werden können, öffentlich bewußt machten. Jahrzehnte hat es gedauert, das scheinbar tröstliche Argument der Mitschuld des verführenden Kindes als haltlose Legende auszuräumen. In einer Zeit in der sich die Öffentlichkeit gerade hinter die Opfer zu stellen begann ­ und in der gleichzeitig ein hinterhältiger weltweiter Markt mit Angeboten ausgebeuteter Kinder boomt ­ kommt nun dieser Film in die deutschen Kinos, mit dem Titel, der auf dem gräßlichen Markt der Kinderpronographie und des Kindesmißbrauchs längst zum Synonym für die Ware geworden ist, LOLITA steht als Code für junge Mädchen, die von den Interessenten via Anzeige oder Internet fast so einfach bestellt werden können wie eine Küchenmaschine aus dem Versandhauskatalog.

Nichtintervention ist Stellungnahme ­ hingehen und mal reinschauen unterstützt die Produzenten. Lassen wir den Film ausbluten und leerlaufen unter dem Motto:
Stell dir vor es gibt Kindesmißbrauch im Kino und keiner geht hin!


Zu diesem Thema habe ich noch eine interessante Entdeckung gemacht. Unter dem Titel Warum nur davon träumen? ist ein Buch veröffentlicht worden, von 2 Frauen, eine hat sogar Psychologie studiert, beide sind Redakteurinnen bei einer Frauenzeitschrift und dort für das Ressort Psychologie, Partnerschaft und Sex zuständig! Auf Seite 38 geht es um Erotika. Ab Seite 39 um Lesenswertes. Mit dabei - man/frau glaubt es kaum
L O L I T A .
Das Buch ist bereits in der 6. Auflage erschienen. Hoffe, daß die 7. Auflage ohne Lolita erfolgt.
Am 15.05.98 habe ich eine E-Mail an Verlag geschrieben, mit dem Text wie oben. Reagiert hat bisher keine/R.
Stand per 25.6.98, immer noch nichts.

CHS

Rauf