Ausgangspunkt mein innerer Garten, umzäunt von alten
Holzlatten.
Einige zerbrochen, morsch und farblos.
Der Garten übersäht mit saftigen wilden Gras, mein
Paradies.
Inmitten dieses Ortes fand ich eine Falltüre
meine Neugier lies mich meine Angst überwinden
ich öffnete sie und fand eine Treppe in die Tiefe. Dunkel
lud sie mich ein hinab zu steigen und ich tat es. Sie
sog mich regelrecht ein, diese Treppe, bis ich an eine Türe
stieß, die ich, so sagte mir mein ganzes Sein öffnen
musste. So überwand ich mich und tat es. Was ich sah
erschütterte mich zutiefst, ich saß, als halbes Skelett mit
gebrochenen, verkorksten Beinen, fast verhungert, und
verwest in einem modrigen Raum ohne Fenster. Nackt und
hilflos hatte ich diesen Teil meiner Selbst in einen
unterirdischen Raum gesperrt und ihn dort vergessen.
Voriges Jahr also 1999 habe ich ihn schon einmal
wiedergefunden und mit Hilfe Anderer aus diesem Kerker
ins Freie gebracht, um ihn dann für ein weiteres Jahr zu
ignorieren. Heute habe ich ihn wieder herausgeholt und
werde ihn in die Sonne und in das saftige Grün legen,
heute kann ich es schon auch ohne Hilfe
Dein Text berührt mich sehr ich finde mich wieder und das tut mir gut.
Dein Text aber erinnert mich auch an eine junge Frau, die es leider nicht geschafft hat. Im Zuge meiner Tätigkeit als Sozialpädagogin habe ich sie kennen und lieben
gelernt, sie hat mir nicht viel erzählen können über ihre Horror Kindheit, weil die Begleitzustände während des Erinnerns so heftig waren, das sie nicht mehr reden konnte.
Ich bin viele Nächte bei Ihr gesessen und habe sie begleitet wenn es schlimm wurde manchmal konnten wir in diesen Stunden aber auch reden und lachen. Ich habe sie
bewundert für ihre Kraft, jeden Tag aufzustehen und immer noch Zeit für die anderen Kinder in ihrer Heimgruppe zu haben. Leider hat sie sich mit 21 Jahren das Leben
genommen , und Sie fehlt mir.
Wir haben an Einem Wochenende zu dritt ein Bild gemahlt, drei Opfer, und ich bitte Dich es aller Welt zu zeigen als Andenken an sie und als Mahnmal
