Prof. Dr. Kathrin Gützlaff
Evangelische Fachhochschule RWL
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Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie haben uns vor einiger Zeit bei dem Projekt "Chatten im Umfeld Sozialer Arbeit" unterstützt. Hierfür im nachhinein nochmals vielen Dank. Ein Zwischenergebnis liegt als Artikel "Chatten im Rahmen Sozialer Arbeit - Versuch einer Annäherung" vor. Er erscheint demnächst als Teil eines Sammelbandes "Internet im Alltag". Ich schicke Ihnen die noch unveröffentlichte Fassung meines Beitrags und würde mich über Kommentare freuen.

Mit den besten Wünschen

Kathrin Gützlaff

Der Chat im Rahmen Sozialer Arbeit - Versuch einer Annäherung

Im Rahmen des Projekts "Internet zwischen Ausbildung und Praxis" sollte eine Form der Kommunikation im Internet, der Chat, näher betrachtet werden. Zunehmend mehr soziale Einrichtungen aber auch Privatpersonen bieten Chatrooms zu Themen Sozialer Arbeit an. Was sind Chatrooms und warum sind sie für die Soziale Arbeit so interessant? Dies waren die leitenden Fragestellungen.
"Chatten" (engl. chat: plaudern, quatschen) ist eine Kommunikationsform des Internet . Vom PC aus führt man Gespräche, man "spricht" indem man die eigenen Beiträge auf der Tastatur des PCs tippt und so auf geschriebene Äußerungen von räumlich getrennten und u.U. auch unbekannten Teilnehmern reagiert. Der Eintritt in einen Chatroom ist leicht zu erlangen, er setzt lediglich den Zugang zu einem internetfähigen PC und ein paar Grundkenntnisse der Handhabung voraus. Gechattet wird vorzugsweise in den Chatrooms kommerzieller Anbieter. Chatrooms, d.h. virtuelle Räume, in die die Gesprächsteilnehmer "eintreten", gibt es thematisch sortiert rund um die Uhr. Für die Teilnehmer entstehen nur die Internet-, bzw. die Telephongebühren.
Der Gedankenaustausch findet beim Chatten schriftlich statt. Chatter tippen ihre Beiträge wie bei anderen schriftlichen Kommunikationsformen mit der Tastatur des PCs. Der Bezug auf den oder die Kommunikationspartner erfolgt synchron, d.h. in Echtzeit. Insofern hat das Chatten ebenso Momente der Mündlichkeit: Es ist möglich, zwei oder mehrere Gesprächspartner gleichzeitig anzusprechen, die sich - nur gebrochen durch das Nacheinander der Beiträge auf dem Monitor - gleichzeitig und sofort auf das "Gesagte" beziehen können. Hieran macht sich die Diskussion über die Frage fest, ob der Chat eine Form der mündlichen oder schriftlichen Kommunikation sei . Geht man die Merkmale mündlicher wie schriftlicher Kommunikation durch, ergibt sich der immer gleiche Befund: Einzelne Momente lassen sich der mündlichen, andere der schriftlichen Kommunikation zuordnen, so daß man auch von einer dritten, eigenen Form zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit, einer Hybridisierung, spricht.
Geschätzt wird der Chat u.a. wegen der Möglichkeit, von zu Hause aus Gespräche in einer offenen Runde zu führen, d.h. wegen der Direktheit des Gesprächs ohne die konkrete Gesprächssituation . Das bedeutet aber andererseits, daß die nonverbalen Elemente der Kommunikation, Körpersprache, Stimmlage etc., im Chat keine Ausdrucksmittel sind. Dieser Kommunikation fehlt die körperliche Kopräsenz, weshalb sie, gemessen an der Face-to-face-Situation, als defizitär gilt. Dieser Mangel werde auch von den Chatteilnehmern empfunden. Ergänzend zu den verbal übermittelten Botschaften, werden im Chat Emoticons (emotical icons), Aktionswörter oder Akronyme eingesetzt. Emoticons sind mit der Tastatur erstellte Gesichter, die Gemütszustände anzeigen wie den zufriedenen Smiley ":-)". Aktionswörter wie * grins* oder * würg* sind Entlehnungen aus der Comicsprache. Akronyme kürzen englischsprachige Informationen ab wie IMO, in my opinion, oder LOL, laughing out loudly.
Döring (2000a, S. 363) beschreibt Emoticons als "neue soziale Fertigkeiten bei der Textproduktion und Interpretation, die es den Chatteilnehmern erlauben, eine befriedigende Kommunikation zu realisieren, indem sie medienbedingte Informationslücken beim Gegenüber antizipieren und diese explizit erfüllen".
Akronyme, Aktionswörter und Emoticons werden so als Versuch gedeutet, Aspekte der Mündlichkeit auf dem Schirm zu simulieren, um einen Mangel des Mediums zu kompensieren. Die tatsächliche Leistung der zur Kompensation des kommunikativen Defizits ergänzend eingeführten Zeichen beurteilt Döring (2000a, S.363) allerdings skeptisch:
"Daß in der Presse immer wieder lange Listen mit Dutzenden von Smiley-Varianten auftauchen, hat im Grunde nur folkloristischen Wert, denn in der Praxis begnügt man sich mit drei oder vier Standard-Emoticons. Ob und wie wir uns im Netz verstehen und verständigen, hängt letzlich in erster Linie davon ab, wie differenziert und kontextsensibel wir uns schriftsprachlich artikulieren können. - Hier sind Lesen und Schreiben als klassische Kulturtechniken gefragt."
Klemm wendet sich gegen die Vorstellung einer defizitären Kommunikation und beschreibt den Chat als eine besondere Kommunikationsform mit eigenen Ausdrucksmöglichkeiten, die eben deshalb geschätzt werde. Die Beziehungsebene werde nicht ausgeblendet, sondern anders realisiert. Botschaften, die sonst nonverbal übermittelt werden, lassen sich bei Bedarf sehr wohl verbalisieren. Ähnlich wie beim Zettelchenschreiben oder der SMS konstituiert das Medium einen eigene kommunikativen Kontext, der umgekehrt in der Face-to-face-Situation nicht herstellbar ist: Wer würde sich den spielerischen Unsinn mancher SMS-Dialoge vom Gegenüber erzählen lassen wollen? D.h., wer ein Smiley ":-)" übermittelt oder einen Beitrag mit *froi * kommentiert, hätte nicht notwendig lieber in einer Face-to-face-Situation gelächelt. "Denn die Erfahrung zeigt, daß Interneterfahrene die chatspezifischen Ausdrucksmittel häufig gebrauchen und als bedeutungsvoll erleben". (Döring, (2000b) S.527) Es lassen sich thematisch drei Kategorien von Chats benennen: Informationschats, in denen ernsthafte Diskussionen geführt werden über Themen aus Wirtschaft, Politik oder Wissenschaft. In Funchchats stehen Spiel und Spaß im Vordergrund. In Flirt- und Erotikchats versuchen die Teilnehmer Kontakte für das Leben außerhalb des Chats zu knüpfen. Für die erste Gruppe ist die Anonymität der Gesprächssituation sicher von untergeordneter Bedeutung, auch wenn sich u.U. in ihrem Schutz mit Autoritäten leichter streiten läßt. Teilnehmer von Flirt- und Funchats aber genießen explizit die besondere kommunikative Situation, d.h. das Fehlen der körperlichen Kopräsenz. Sie müssen von sich nur so viel preisgeben, wie sie im jeweiligen Kontext wollen, bzw. können sich im Chat mit besonderen Eigenschaften ausstatten oder gar Identitäten völlig frei erfinden:
"Durch die Einbuße der ‚folgenschweren Offensichtlichkeit' (Goffman) entsteht eine enorme Unverbindlichkeit, die sich prinzipiell darin niederschlägt, dass in einem regellosen, anomischen Raum die Möglichkeit gegeben ist, verschiedene Identitäten anzunehmen und diese spielerisch auszuprobieren, ohne dass das in diesem Rahmen vollführte Handeln Konsequenzen oder Interferenzen von Seiten anderer unterläge" (Axel Schmidt, (2000) S.17)
Die Chatkommunikation wird häufig mit einer Gesprächssituation im öffentlichen Raum wie z.B. in einer Gaststätte verglichen. Die Frage, wie weit der Vergleich trägt, wo im Detail Gemeinsamkeiten bzw. Differenzen bestehen, soll hier nicht weiter verfolgt werden. Im Chat wird der gleiche Sinn oder Unsinn wie in anderen Alltagsdialogen auch ausgetauscht. Die Teilbereiche der Alltagskommunikation, die den Schutz der Anonymität suchen, finden im Chat allerdings besonders günstige Bedingungen:
"Weil das Internet so anonym ist wie eine Bahnhofstoilette, ähneln online-Diskussionen zuweilen den mit Filzstiften ausgetragenen Dialogen auf Klotüren. Doch es gibt Ecken im Netz, die frei von Schmierfinken sind." (Ulf Schönert, DIE ZEIT, 31.05.2000)
Diese Phänomene werden in populärwissenschaftlichen Darstellungen wie in der Fachliteratur oft notwendig mit der Kommunikationsform Chat in Verbindung gebracht: Das Gespräch via Tastatur ist nach Axel Schmidt, (2000, S.17) "…ähnlich einem Alltagsgespräch, das sich durch thematische und personale Offenheit, Zufälligkeit und Flüchtigkeit sowie Dialogizität und Selbstbestimmung auszeichnet". Auch wenn die überwiegende Zahl der Chat-Dialoge sicherlich diese Eigenschaften aufweist: Es ist nur eine mögliche Form der Nutzung, für die die Merkmale des Chats allerdings gute Voraussetzungen leisten. Aber auch nur dieses.
"Pauschalurteile über die Chatkommunikation sind somit obsolet." (Klemm, (2000) S.157) Der Chat verhält sich zu den in ihm verhandelten Inhalten so neutral wie das Telefon oder die Gesprächssituation in der U-Bahn.

Der Chat im Selbstversuch
Mit diesen Vorüberlegungen ausgestattet, besuchten die Teilnehmer des Projekts "Internet zwischen Ausbildung und Praxis" kommerzielle Chats. Die ersten Annäherungs- und Kommunikationsversuche bestätigten: Die Chats sind leicht aufzufinden, der Suchbegriff "Chat" in einer beliebigen Suchmaschine offeriert zahllose Angebote, thematisch offen oder themenbezogen. Die Wahl eines Nicknames und eventuell weiterer personenbezogener Eigenschaften werden durch die Programmsteuerung ebenso schnell verständlich wie die Anleitung zur Gesprächsführung. Weitere Funktionen wie das Aufsuchen eines Séparées, Kommentierung der Wortbeiträge durch Akronyme etc. erschlossen sich ebenso schnell, bzw. wurden von anderen Chatteilnehmern erläutert. Eine erste Zwischenbilanz ergab: Die Bestimmung als niedrigschwelliges und anonymes Kommunikationsangebot charakterisiert diese kommerziellen Chats zutreffend. Unter diesen Voraussetzungen fanden die Seminarteilnehmer durchaus Vergnügen an der Plauderei, die ihren Reiz auch aus dem Spiel mit der Identität, der Unverbindlichkeit der Gesprächsführung bezieht. Für die Fragestellung des Projekts "Was bedeuten Chats für die Soziale Arbeit?" galt es zunächst, eine Einschätzung davon zu gewinnen, welche der in der Literatur den Chats zugeschriebenen Merkmale notwendig mit der besonderen Kommunikationsform Chatten verknüpft sind. Chats werden von sehr unterschiedlichen Betreibern eingerichtet: Politiker und Parteien bieten personen- und themenbezogen Chats an; Bürgerinitiativen verständigen sich über Chats, soziale Einrichtungen haben ihr Hilfeangebot um Chats erweitert. Wie lassen sich diese so unterschiedlichen Anliegen mit einer Kommunikationsform realisieren, die per se für unverbindliche Plauderei steht? Wie verhalten sich die Eigenschaften Unverbindlichkeit und thematische Beliebigkeit zu den Zielen Sozialer Arbeit?
Von zunehmend mehr gesellschaftlichen Gruppen wie Parteien, Verbänden, Firmen, Marketingabteilungen, NGOs und sozialen Einrichtungen wird der Chat als ein die sonstige Öffentlichkeitsarbeit ergänzendes Werbemedium verstanden und genutzt:
"Viele Betreiber häufig kommerzieller Web-Sites haben die zunehmende Popularität des Chattens erkannt und bauen eine Chat-Funktion in ihre Home-page ein, indem sie eigene www-basierende Kanäle aufbauen." (Internet-Relay-Chat und die www-Cahts ;uni-greifswald/dt_phil/studenten/grosskl/dasICR.htm) Es gibt andere Chats, hinter denen Einzelpersonen stehen, die sich als kompetente Gesprächspartner anbieten und auf interessierte Mitdiskutierer hoffen. Hierzu nutzen sie die kostenlosen Angebote der Portale AOL, Yahoo o.ä. Weiterhin gibt es Chats, in denen im Anschluß an Fernsehdiskussionen die Teilnehmer mit Zuschauern diskutieren.
Die Qualität und Betreuung dieser elektronischen Diskussionsrunden ist sehr unterschiedlich: Je nach Betreiber finden z.B. qualifizierte Sachgespräche mit Experten statt oder der Chat fungiert ausschließlich als Kummerkasten. Manche Chats sind beständig leer, andere finden zu den angegebenen Terminen nicht statt. Chats werden eingerichtet, aber nicht betreut, sie werden wieder geschlossen. Besonders bemerkenswert ist hierbei: Wenn die Betreiber von Chats sich zu den Gründen, aus denen sie einen Chat eingerichtet haben, äußern, geben sie immer die gleichen und in der Regel nicht näher ausgeführten Argumente an: Der Chat sei niedrigschwellig, anonym und deshalb für die Öffentlichkeitsarbeit besonders geeignet. Über den konkreten Nutzen dieser Chats und die Bedingungen seiner Durchführung scheinen oft aber nur sehr vage Vorstellungen zu existieren.
In der Sozialen Arbeit gelten die Attribute "niedrigschwellig" und "anonym" als günstige Einstiegsvoraussetzungen für weitere Hilfsangebote. Chats scheinen also für Soziale Arbeit besonders geeignet zu sein und werden auch zahlreich angeboten. Chats gelten aber auch als unverbindlich, im Schutz der Anonymität sexistisch und rassistisch. Was bedeutet es dann, wenn Chats als Mittel Sozialer Arbeit eingesetzt werden? Nutzt man hier eine nur vermeintlich geeignete Kommunikationsform, weil sie modern ist? Versucht man gar ein per se ungeeignetes oder nur eingeschränkt taugliches Mittel einzusetzen? Muß die Soziale Arbeit sich den Anforderungen einer Kommunikationsform unterordnen, die u.U. den eigenen Zielvorstellungen widerspricht? Es gilt deshalb herauszufinden, was Chats im Rahmen der Zielsetzung ihrer Einrichtung leisten bzw. leisten können, ob ausbleibende Resultate einer falschen Handhabung zuzuschreiben oder notwendige Begleiterscheinungen dieser Kommunikationsform sind. Möglicherweise werden Chats auch nur mit falschen Ansprüchen befrachtet? Verläßliche Antworten auf all diese Fragen zu erhalten, war im Rahmen des Projekts nicht zu leisten. Sie sollten aber den Hintergrund für die Untersuchung einer eingeschränkten Problemstellung liefern. So kristalisierte sich als konkreter Arbeitsauftrag heraus, einen Überblick über den Einsatz von Chats im Rahmen Sozialer Arbeit zu gewinnen. Hierzu empfahl es sich, zunächst die Konzepte, die hinter den Chats stehen, zu betrachten. Einrichtungen sollten daraufhin befragt werden, warum sie Chats einrichten, wie sie sie durchführen und ob bzw. wie ein Bezug zur übrigen Arbeit besteht.
Angesichts der zu erwartenden Schwierigkeiten wurde keine Vorauswahl der Einrichtungen nach Organisationsform oder Feld der Sozialen Arbeit getroffen. Alle bekannten und ermittelten Adressen wurden auf mögliche Konzepte hin befragt.

Sozialchats - das Gerücht von der Niedrigschwelligkeit
Es lagen nach weitgestreuter Recherchetätigkeit gut dreißig Adressen von Chats im Umfeld Sozialer Arbeit vor. Sie wurden zunächst auf ihre Zugangsmöglichkeiten hin geprüft. Für die Adressen gab es entweder direkte Hinweise in anderen Medien, z.B. den Printmedien , oder durch die Homepage bereits bekannter Organisationen, die in diesem Bereich arbeiten. Weitere Adressen waren das Ergebnis von Recherchen in Suchmaschinen nach relevanten Begriffen wie Drogen, Magersucht, Alkohol etc. Der Versuch, auf diesem Weg Adressen für einschlägige Chats zu finden, erwies sich jedoch als aufwendig und wenig zuverlässig. Es kamen erste Zweifel auf, wie die Bestimmung "niedrigschwellig" in diesem Bereich zu verstehen sei. Die Zweifel verstärkten sich angesichts der Versuche, an diesen Chats teilzunehmen.
Die Bilanz war ernüchternd :
Ganztägig angebotene Chats waren oft leer wie paraplegia , ein Selbsthilfechat für Querschnittsgelähmte, oder die duesseldorfer-drogenhilfe , bei der nur der Moderator anwesend war und auf Fragen nicht reagierte. Andere Chats waren nur mühsam oder unter der angegebenen Adresse überhaupt nicht zu erreichen. Einige Chats stürzten beständig ab, andere hatten sehr lange Antwortzeiten ; bei einigen der ermittelten Adressen bestanden keine Chats mehr.
Die Zuschreibung "niedrigschwelliges Hilfeangebot" war auch von der chat-technischen Seite nicht ohne weiteres zu halten. Anders als bei den zuvor erprobten Flirtchats von Yahoo e.a. bedurfte es einer gewissen Hartnäckigkeit und eines Grundverständnisses von Zugangsmöglichkeiten im Internet wie der jeweiligen Programmumgebung. Nicht jeder, der Hilfe sucht, will und kann sich zunächst einmal Java herunterladen. Folgende Auskünfte - wenn sie denn überhaupt wie in diesem Fall vom Chat "Soziales Netz" gegeben werden - setzen zumindest Grundkentnisse voraus:
"Um im IRC chatten zu können, wird eine sogenannte Client-Software benötigt, die zunächst installiert werden muss. Einer der verbreitetsten Clients für IRC ist mIRC. Die Installation ist problemlos auch für "Nicht-Experten" zu bewältigen, da die Software selbstinstallierend ist. Die jeweils aktuelle Version von mIRC für Win3.x, WIN95, WIN98 und WindowsNT ist erhältlich bei: mIRC, download der aktuellen Version …." (Soziales-Netz@soziale Arbeit im Internet soziales-netz.de/chat/funktion:htm)
Auch der "Nicht-Experte" muß zunächst von seinem Gesprächsbedarf Abstand nehmen und sich um die Voraussetzungen kümmern. Dabei darf er sich dann von Systemabstürzen, Bedienungsfehlern, unvollständigen Adressen etc. nicht irritieren lassen. Daß die Bedienung des Internet den Status einer Kulturtechnik bekommen hat, impliziert aber nicht notwendig, daß sie wie Lesen und Schreiben flächendeckend in der ganzen Gesellschaft vorausgesetzt werden kann. Diese Kompetenzen sind nur bei Teilgruppen der Gesellschaft vorauszusetzen, auch wenn diese beständig wachsen. Wer auch aus anderen Zusammenhängen mit dem Internet vertraut ist, hat - wenn auch mit den oben beschriebenen Schwierigkeiten - die Chance, einen geeigneten Chat zu finden. Wer keine Interneterfahrungen hat, den erreichen die Gesprächsangebote im Internet nicht. Dies trifft sicher auf große Teile der Klientel Sozialer Arbeit zu.
Die Frage, ob und wie man von einem Chatangebot erfährt, ist an viele Zufälligkeiten geknüpft. Am wahrscheinlichsten scheint, daß der Hilfesuchende von Bekannten, Beratenden oder über eine einschlägige Publikation einen Hinweis bekommt. Die Vorstellung, daß der Chat das erste Hilfsangebot darstellt, von dem aus sich dann weitere ergeben, erschien nicht sehr realistisch, auch wenn einige Betreiber dies anders vermuten: "Das Internet ist oft die erste Informationsquelle und auch die erste Anlaufstelle." (Hungrig-online in "Wir über uns" hungrig-online.de/about.html) Von denjenigen Chatbetreibern, die für das Internetprojekt Auskunft gaben, vermutete keiner hierin eine Schwierigkeit. Alle nannten ihre Zugangsmöglichkeiten als für jedermann unmittelbar verfügbar. Vielleicht, weil sie nur mit denjenigen Kontakt haben, die diese "Hürde" genommen haben?

Chats im Umfeld Sozialer Arbeit
Die vorgefundenen Chats erwiesen sich in vielerlei Hinsicht als sehr unterschiedlich. Sie lassen sich zunächst hinsichtlich ihrer Organisationsform unterteilen. Viele Chats sind Teil eines umfangreichen, traditionellen Hilfeangebots, Ziel von Chats in diesem Rahmen es ist, die Teilnehmer auf andere Hilfsangebote hin zu orientieren. Diese Chats sind als Anlaufstelle für Hilfesuchende gedacht. Die Düsseldorfer Drogenhilfe nennt in ihrem Konzept "Suchtberatung Online" u.a. folgende Ziele: "1. Ansprechmöglichkeiten bieten 5. Andere Hilfsmöglichkeiten anbieten, bzw. an andere Einrichtungen verweisen." In anderen Fällen sind die Chats das eigentliche und einzige Beratungsmedium, sie werden von privaten Initiativen oder größeren Einrichtungen als reine Selbsthilfechats eingerichtet. Initiatoren sind entweder private Initiativen, Angehörige, beruflich Interessierte, Betroffene oder ehemals Betroffene. Sie arbeiten eigenverantwortlich und betreiben oft nur diesen Chat. Bisweilen bieten sie Adressen für weiterführende Hilfe an.
Chats unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Öffnungszeiten: Sie können 24 Stunden am Tag offengehalten werden, andere stehen täglich oder an einzelnen Tagen zu einer bestimmten Zeit zur Verfügung. Gründe hierfür sind die jeweiligen Problemstellungen bzw. die personellen Kapazitäten. Die Chats im Umfeld Sozialer Arbeit unterscheiden sich weiterhin nach der Art ihrer Durchführung. Sie können entweder moderiert werden oder freie Diskussionen anbieten; die Moderation übernehmen ausgebildete Fachkräfte oder Laien. Einige der unmoderierten Chats weisen regelmäßigen Teilnehmern administrative Kompetenzen zu.
Chats sind thematisch entweder offen oder werden zu vorgegebenen Themen durchgeführt. Bei den offenen Chats gibt es einen allgemeinen, übergeordneten Bezugspunkt wie Drogen, Eßstörungen etc. Die konkreten Gespräche können dann aber auch Plaudereien über Alltagsgegenstände sein. Chats, die zu bestimmten eng umgrenzten Themen stattfinden, werden zumeist vorher auf der Homepage, bzw. via Mailinglisten angekündigt. Eine derartige Benachrichtigung setzt aber einen relativ festen Teilnehmerkreis voraus, dessen Teilnehmer zudem mindestens durch ihre e-mail-Adresse bekannt sind. Anstelle von Anonymität und Unverbindlichkeit, oft dem Chat als elementare Merkmale zugesprochen, stehen hier Verbindlichkeit und Kontinuität im Vordergrund.
Beim derzeitigen Stand der Betrachtung lassen sich anhand dieser Unterscheidungsmerkmale innerhalb der Chats keine besonderen Gruppen herausfiltern. Die vorgefundenen Chats sortieren sich mehr oder weniger unsystematisch diesen Merkmalen zu.

Die Konzeptionen
Alle bekannten Adressen wurden angemailt und um Konzepte gebeten. Der Rücklauf war eher schleppend. Drei der Befragten schickten ein Konzept. Einige formulierten anläßlich der Frage ein kurzes Selbstverständnis , andere füllten den der E-mail beigefügten Fragebogen aus . Von vielen kam keine Antwort, einige versprachen Konzepte, die bis heute ausstehen.
Einige der Chats im Feld Sozialer Arbeit sind reine Selbsthilfechats und agieren auf dem Hintergrund eines spontanen Hilfsbedürfnisses. Ihre Konzeption begründet sich primär aus der Kompetenz der Initiatoren:
"Ich habe kein Konzept. Ich selber bin das Konzept, mache, was ich für wichtig empfinde und bin einfach da, wenn ich gebraucht werde. (...) Da ich auch keinerlei Gelder bekomme, war ich auch noch nie in der Verlegenheit, meine Arbeit irgendwem erklären zu müssen." (Celli, gegenwehr.de (zum Thema Vergewaltigung), Mail vom 22.5.01)
Vergleichbar äußert sich E. Breitbach vom Wunschkinder-chat : "Ein echtes Konzept besteht in diesem Chat nicht." (Mail vom 5.4.01) Die angegebenen Gründe für die Wahl eines Chats waren sehr unterschiedlich. Einige gaben an, einen Chat anzubieten, weil " (…) zu einem modernen Angebot auch der Chat einfach dazugehört." (Kummernetz, Uwe Holschuh, Mail vom 21.8.2000), oder wie online!beratung es formuliert: "Die Motivation hinter der Chatberatung besteht darin, eine moderne, dem Zeitgeist entsprechende Beratungsform unter Gewährleistung einer größtmöglichen Anonymität anzubieten." (online!beratung, obe.ch)
Hier wird die Zweckmäßigkeit des Chats aus dem Verweis "andere nutzen ihn doch auch" hergeleitet. Ist der Chat über seine generelle Beliebtheit - bei wem? in welchem Kontext? - begründet, scheinen sich detaillierte Überlegungen entlang der Aufgaben und Probleme des Arbeitsfeldes Sozialer Arbeit zu erübrigen. Der Chat wird nicht hinsichtlich seiner Eigenheiten und Möglichkeiten taxiert, sondern durch das inhaltsleere Argument "zeitgemäß" gefordert und legitimiert.
Bei den Chats, die eine inhaltliche Begründung für die Einrichtung eines Chatrooms gaben, standen Hilfe und Selbsthilfe im Vordergrund: "Das Ziel von hungrig-online ist es, Betroffenen einen Weg zur Selbsthilfe aufzuzeigen. Man kann beim wöchentlich stattfindenden Chat, an der Mailing-Liste oder am intensiv besuchten Diskussionsforum teilnehmen und erhält sehr schnell persönliche Unterstützung von anderen Betroffenen." (Pressemitteilung, hungrig-online.de/presse/html)
Eine andere Begründung versteht den Chat als Ratgebermedium, hier steht nicht der Austausch unter Betroffenen im Vordergrund, sondern die Beratung durch Fachkräfte:
"Soweit wir können, wollen wir Ratsuchenden Hilfestellungen geben mit Hinweisen und Adressen von kompetenten Stellen in der Sucht- und Problemberatung. Im Vordergrund steht dabei die "Hilfe zur Selbsthilfe". (team.solution.de, Vorwort, S.3)

Die Adressaten
Das Spektrum der Adressaten von Chats ist im Prinzip so weit wie das Spektrum der Klientel Sozialer Arbeit. Es sind Suchtkranke, psychisch Kranke, Jugendliche, Einsame etc. Die Chats wenden sich an Menschen "mit unterschiedlichstem Kummer" (kummernetz.de, E-mail vom 24.12.00) Es gibt einen "Stotterer-Chat", einen Chat für "positive Begegnungen mit HIV" ("Herzenslust"), einen Chat für Angehörige von Alzheimerkranken und viele andere mehr. Angesprochen werden Betroffene und deren Angehörige, für letztere gibt es gelegentlich eigene Räume. Aus dem Kreis potentieller Chatteilnehmer fallen Hilfsbedürftige heraus, die über das Internet nicht oder nur sehr schwer zu erreichen sind wie Wohnungslose, illegale Ausländer etc. Einige der Chats wenden sich darüber hinaus auch an Multiplikatoren, d.h. Angehörige psychosozialer Berufsgruppen, Lehrer, Ausbilder, Betriebssozialarbeiter etc., oder sie sind von vornherein für diese Gruppe eingerichtet wie der Chat soziales.netz.de. Die Chats sind offen für alle Interessenten, bei vielen kann man zunächst ohne jede Anmeldung als Gast teilnehmen. Regelmäßige Teilnehmer bekommen einen Nickname, unter dem sie zukünftig wiedererkennbar mitchatten können. Um die Hilfesuchenden vor Voyeuren oder Unterbreitern unseriöser Angebote zu schützen, verlangen einige Chats ein Passwort als Zugangskontrolle:
"(…) meine Erfahrung ist, daß man nur eine kleine Schranke einbauen muß (Passwortanforderung), um ein Umfeld zu schaffen, welches weitestgehend von störenden Einflüssen frei ist (…). Solche "Spontanstörer" sind mit diesem einfachen Instrument vom Chat tatsächlich fernzuhalten, ich habe es auch nicht glauben wollen, da die Passwortvergabe sehr schnell und automatisiert erfolgt" (E. Breitenbach, wunschkinder.de, E-Mail vom 5.04.01)
Andere Chats wie hungrig-online versuchen durch Moderation Störungen vom Chat fernzuhalten
Es hat sich bei erster Sichtung ein sehr weites Spektrum von Chats im Rahmen Sozialer Arbeit ergeben. Alle wollen ein Hilfsangebot für einen mehr oder weniger speziellen Adressatenkreis sein. Ungeachtet aller inhaltlichen und organisatorischen Unterschiede stimmen die Chatroominitiatoren aber darin überein, daß sie keine Therapie leisten wollen und können:
"Ein paar weitere Worte: Was wir NICHT können, wollen und dürfen: THERAPIEREN. Alle Beiträge und Aussagen in diesem Forum ersetzen in keinem Fall den Rat des Arztes oder Psychologen." (team.solution, Vorwort. S.2 selbsthilfe.solution.de/vorwort.html) Den Antworten ist nicht zu entnehmen, worin die Gründe hierfür liegen. Ob die Chatroombetreiber den Chat als Therapie ablehnen, weil sie die besondere Kommunikationsform für ungeeignet oder sich für nicht hinreichend qualifiziert halten, bleibt offen. In der Zurückweisung von Therapieansprüchen sind sie aber durchweg sehr entschieden. Döring beurteilt die Möglichkeiten, den Chat zur Therapie zu nutzen, nicht so negativ, auch wenn sie nachhaltig vor Schwierigkeiten und möglichen Gefahren warnt.

Zur Durchführung
Die Chats werden in vielerlei Formen angeboten. Sie finden statt als regelmäßige Treffen mit oder ohne Moderation. Moderatoren beteiligen sich auf sehr unterschiedliche Weise an den Chats: Sie leiten das Gespräch, geben Themen vor, fokussieren den Gesprächsverlauf, disziplinieren, bieten Einzelgespräche an u.v.m. So vielfältig wie die Moderationsstile sind auch die Qualifikationen der Moderatoren, das Spektrum reicht von Betroffenen bis zu für das Problemfeld beruflich Qualifizierten.
Chats können reine Anlaufstellen für weitere Informations- und Beratungsangebote sein, sie werden aber auch als Selbsthilfegruppen zum Erfahrungsaustausch eingerichtet oder bieten im Zweierchat die Möglichkeit zu einem vertraulichen Gespräch mit einer Fachkraft: "Wir vereinbaren mit unseren Klienten jeweils einen Termin und treffen uns dann zu einem virtuellen eins-zu-eins Beratungsgespräch" (online!Beratung mail vom 30.08.2000)
Einige der Chats sind rund um die Uhr offen, andere nur zu regelmäßigen Terminen, einzelne Betreiber bieten eine Kombination dieser beiden Lösungen an, d.h. sie haben zu bestimmten festen Terminen einen moderierten Chat, die übrige Zeit ist der Chat dann offen aber unmoderiert. Hinter den verschiedenen Regelungen stehen unterschiedliche Anforderungen an den Chat: Der 24-Stunden-Chat bietet eine Kontakt- und Gesprächsmöglichkeit für akute Notlagen oder ein spontanes Austauschbedürfnis. Der Preis dafür ist ein Chat, der - wenn unmoderiert - einen Großteil der Zeit leer ist, den Hilfesuchenden also oft allein läßt. Ein ganztägliches Angebot ist deshalb nur dann sinnvoll, wenn während der ganzen Zeit ein Gesprächspartner zur Verfügung steht. Dies ist aber nur von großen Initiativen leistbar. Von daher stellt sich die Frage der Finanzierung. Hierzu sind nur wenige Antworten eingegangen. Für die Nutzer sind die Chats durchweg gebührenfrei. Um dies sicherzustellen, benötigen die Betreiber Geld für Sach- wie für Personalmittel, denn ein komfortabler und leicht zugänglicher Chat verursacht erhebliche Kosten: "Wir finanzieren uns zu fast 99% aus unserer eigenen Tasche. Sprich der Tasche unseres Vorsitzenden. Das ergibt einen Betrag von ca. 2000 DM pro Monat. (Spendenaufkommen letztes Jahr dagegen 800 DM)." (anti-kinderporno.de, Fragebogen)
Der Selbsthilfechat für Querschnittsgelähmtem, "paraplegia.org", wird aus Geldmangel eingestellt; der Chat der drogenberatung-jj.de läßt viele Anfragen für eine 1:1-Beratung aus Personalmangel unbearbeitet. Im Chat eine fachliche Beratung nur mit ehrenamtlichen Mitarbeitern zu betreiben ist schwer möglich. Einige Privatinitiativen bemühen sich deshalb um Sponsorengelder oder versuchen über einen Trägerverein Mitgliedsbeiträge zu aquirieren.

Erste Bilanz
Es zeigt sich schon bei erster Annäherung: Die im Umfeld Sozialer Arbeit angebotenen Chats sind so vielfältig hinsichtlich Zielsetzung und Durchführung, daß das Gros der beobachteten Eigenheiten nicht als Merkmale des Chats, d.h. der besonderen Kommunikationsform, gelten kann. Als allen gemeinsame und originäre Bestimmung des Chats bleibt:
Ein Chat ist eine Online-Konferenz im virtuellen Raum, bei der sich verschiedene Teilnehmer über den Bildschirm mittels Tastatur unterhalten können. In dieser Bestimmung wurde, anders als in der überwiegenden Literatur, jeglicher Anklang an "Plaudern" vermieden, obgleich der Begriff Chat ihn nahelegt . Die befragten Chats haben aber gezeigt, daß die unverbindliche Plauderei nur eine mögliche Anwendungsweise des Chats ist. Dies trifft sowohl für das Umfeld Sozialer Arbeit zu wie für Chats in anderen Kontexten.
Was also leistet der Chat im Rahmen Sozialer Arbeit?
Die Literatur gibt zumeist keine und wenn nur sehr pauschale Auskunft darüber, was die unterschiedlichen Chatformen leisten. Auch die Betreiber der Chats haben hiervon durchweg eher vage Vorstellungen. Der derzeitige Stand läßt sich am ehesten als allgemeines Experimentieren beschreiben. Um so notwendiger scheint es, sich im Vorfeld der Einrichtung eines Chats darüber Gewißheit zu verschaffen, ob für die eigene Zielsetzung der Chat überhaupt ein sinnvolles Angebot ist, was er leisten soll und wie er aussehen muß, um das erwartete Ergebnis sicherzustellen. Wünschenswert wäre, wenn zu dem praktischen Auszuprobieren eine Reflexion käme, so daß Fragen wie: In welchem Kontext ist Anonymität sinnvoll oder notwendig? Welcher Moderationsstil empfiehlt sich in welcher Gesprächssituation? verläßlich beantwortet werden können.

Literatur
Althoff, Willfried, Lost in Cyberspace? Möglichkeiten Sozialer Arbeit mit dem Internet. Dipl. Arbeit April 1998, Uni Essen
Bernad Batinic, (Hrsg.) Internet für Psychologen, Göttingen, 2. überarb. Auflage
Döring, Nicola, Sozialpsychologie im Internet, Göttingen 1999
Döring, Nicola, Kommunikation im Internet: Neun theoretische Ansätze In: Internet für Psychologen (2000a), S.343-377
Döring, Nicola, Selbsthilfe, Beratung und Therapie im Internet. In: Internet für Psychologen (2000b), S.509-547
Klemm, Michael, Graner, Lutz, Chatten vor dem Bildschirm: Nutzerkommunikation als Fenster zur alltäglichen Computerkultur. In: Soziales im Netz (2000) S.156-179
Schlobinski, Peter e.a., Sprache und Kommunikation im Internet. Opladen 1998
Schlobinski, Peter, Chatten macht Spaß, Interview in der ZEIT, zeit.de/2001/13
Schmidt, Gurly, Chat-Kommunikation im Internet, eine kommunikative Gattung, In: Soziales im Netz, (2000), S.109-130
Schmidt, Axel, Chatten. Spiel ohne Grenzen - Spiel mit Grenzen. In: medien praktisch 3/00, S.17-30
Schönert, Ulf , die ZEIT 31.05.2000
Timm, Caja, (Hrsg.) Soziales im Netz. Opladen 2000