In diesem Artikel geht es darum, vor möglichen konkreten Gefahren nicht die Augen zu schließen und wachsam zu sein; Panik ist aber nicht angesagt.
In diesem Artikel geht es um Schattenseiten. Als Autor stecke ich bei diesem Thema in einem Dilemma: einerseits möchte ich das Bewusstsein für Gefahren schärfen und vor Schaden bewahren, andererseits Hilfesuchende (gerade am Anfang ihrer Aufarbeitung und in Zweifel-Phasen) nicht vor dringend benötigter Hilfe abschrecken. Das hier gezeichnete Bild ist nur eine Seite des Internet: es gibt auch Lichtseiten, z.B. viele hilfreiche, nette und liebe andere Überlebende. Wahrscheinlich verdanke ich einem solchen hilfsbereiten und mir Mut zusprechenden Email-Kontakt mein Leben. Deswegen sollte beim Lesen nicht vergessen werden, dass wir uns hier auf einen Teilaspekt konzentrieren.
Päderasten sind - ähnlich wie Pädophile - (ältere) Männer, die sich auf jugendliche Mädchen und Jungen "spezialisiert" haben. Im Unterschied zu Pädophilen stehen sie nicht auf geschlechtsunreife Kinder, sondern auf bereits geschlechtsreife (aber noch nicht erwachsene) Jungen und Mädchen im Pubertäts-Alter, d.h. so etwa von 13 bis 17 Jahren. Wobei viele "zur Not" auch mal Jung-Erwachsene nehmen, wenn sie keine Jugendlichen kriegen können, oder um nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen.
Dass Päderasten keine abstrakte Gefahr für Überlebende sind, sondern eine ganz konkrete, habe ich mehrmals selbst miterlebt (siehe ausführliche Version dieses Artikels).
Wann hinterfragt endlich jemand, ob es sinnvoll ist, Partner von Überlebenden mit in Gruppen aufzunehmen, die den Anspruch erheben oder den Anschein erwecken, der Heilung von Opfern sexueller Gewalt förderlich sein zu wollen? Ich behaupte nicht, dass alle Partner von Überlebenden die alte Missbrauchs-Dynamik fortsetzen. Es gibt auch viele liebevolle und fürsorgliche Verbündete. Wie aus klinischer Praxis jedoch schon lange bekannt ist, tragen Überlebende ein erhöhtes Risiko, an ausbeutende Partner zu geraten. Mir geht es um dieses Risiko!
Ist noch niemandem aufgefallen, wie oft ausgerechnet sehr junge Überlebende mit deutlich älteren Herren (1 Generation Abstand oder mehr) liiert oder gar verheiratet sind? Zufall? Und das vor dem bekannten Hintergrund, dass Überlebende zu Wiederholungen neigen und für Missbrauchs-ähnliche Dynamiken besonders anfällig sind, bzw. ein erhöhtes Risiko tragen, in abhängige und zerstörerische Beziehungen zu geraten.
Mir sind Fälle bekannt, wo sich extrem asymmetrische Alters-Partnerschaften in gemischten "Selbsthilfegruppen" sozusagen "angebahnt" haben. Niemand schien das seltsam zu finden.
Für mich bleibt als Fazit: die Gefahr durch Interessengruppen wie Päderasten und andere ist nicht von der Hand zu weisen. Einigen davon wird man auch sehr hohe finanzielle Interessen unterstellen können (z.B. Zuhälter). Wie aus veröffentlichten Dokumenten geschlossen werden kann, dürfte es Fakt sein, dass einige in Überlebenden-Kreisen tätige sogenannte "Helfer" auch nicht vor Methoden des gezielten Psycho-Terrors und des Psycho-Krieges zurückschrecken, um ihre Angriffsziele mundtot zu machen.
Man sollte sich Internet-Angebote genau ansehen und die Seriosität hinterfragen. Und zwar nicht nur einmalig, bevor man sich dort heimisch fühlt, sondern auch danach fortlaufend. Eine Website, ein Forum und einen Chat kann heutzutage jedermann für ein paar Euro aufmachen. Diesem Angebot dann einen Titel der Art "für Überlebende", "gegen Gewalt" oder ähnliches zu geben, ist keine besonders schwere Kunst.
Gute Texte selbst verfassen (nicht irgendwo abschreiben) ist dagegen schon deutlich schwerer. Aber auch das ist kein untrügliches Merkmal. Manche Interessengruppen wie Sekten betreiben einen hohen Aufwand (besonders wenn aus der Ausbeutung ihrer Mitglieder viel Geld bezogen wird), um ansprechende, gut aussehende und scheinbar hilfreiche Internet-Angebote als Köder auszulegen.
Im Internet kann sich jeder Bock selbst zum Gärtner machen.
Ob ein Angebot wirklich seriös ist, ist manchmal gar nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Um das herauszufinden, hilft nur eins: Augen auf und hinterfragen. Hinterfragen, was dort passiert, welche Dynamik läuft dort ab, welche (hintergründige) Interessenlage herrscht dort seitens der Betreiber / Betreuer vor.
Äußerste Vorsicht ist bei Websites geboten, die zur Teilnahme die Adresse oder eine Festnetz-Telefonnummer (aus der ggf. die Adresse rekonstruierbar ist) verlangen. Es stellt sich nicht nur die Frage, zu welchen Zwecken die Adressen von Überlebenden und anderen Hilfsbedürftigen gesammelt werden. Solche Sammlungen verstoßen gegen die geltenden deutschen Datenschutz-Gesetze und gegen das darin festgelegte Gebot zur Daten-Sparsamkeit! Denn zum Betrieb eines Forums oder Chats ist höchstens die Angabe einer Email-Adresse und evtl. eines Passwortes erforderlich, mehr aber sicherlich nicht.
Auch in seriösen Hilfsangeboten für Überlebende können sich Päderasten und andere Ausbeuter (z.B. Heilungs-Versprechen mit teuren nicht kassenzugelassenen Verfahren, oder Anbieten von Rauschgift) tummeln. Selbst eine gewisse "Unterwanderung / Durchsetzung" der Führungsstruktur mit versteckten "Sonderinteressen" kann nicht generell ausgeschlossen werden, da sich solche Leute gut zu tarnen wissen.
Manchmal (aber nicht immer) sind solche Tarnungen zu durchschauen, beispielsweise wenn jemand mit besonderer Inbrunst über die Unterschiede zwischen "pädophil" und "pädokriminell" diskutiert (eines der Lieblingsthemen der Täter-Lobby). Wenn dies von Betreibern oder Admins gemacht wird, dann sei besonders kritisch!
Lass dich durch diesen Artikel nicht verängstigen. Es gibt auch hilfreiche, nette und liebe Überlebende im Internet, die sich aus der Missbrauchs-Dynamik und dem Täter-Opfer-Milieu gelöst haben. Panik und Angst vor nebulösen Gefahren sind nicht angesagt, sondern einfach nur Wachsamkeit und bewusstes Wahrnehmen. Achte auf dein Bauchgefühl! Die Verbreitung von Angst (z.B. vor nebulösen Geheimsekten mittels nicht nachprüfbarer Behauptungen) scheint mir eine der Strategien zu sein, mit denen manche dubiosen "Helfer" arbeiten. Hinterfrage, ob eine Gefahren-Warnung einen realistischen Hintergrund hat. Wenn du irgendwo oder bei irgendjemandem ein mulmiges Gefühl hast, nimm dieses Gefühl ernst. Ich möchte nicht vor abstrakten Gefahren warnen, sondern vor ganz konkreten (die ich selbst wahrgenommen habe), und ich möchte deine Wahrnehmung konkreter und beobachtbarer Vorgänge unterstützen.
Ansonsten kann ich nur empfehlen, nicht in Chats zu gehen (es sei denn, man kennt die Teilnehmer alle persönlich, d.h. im realen Leben). Ein Chat ist wie ein dunkler Wald oder ein Park bei Nacht, wo man den anderen nur schemenhaft sehen kann! Theoretisch ist zwar alles nur virtuell und man kann sich theoretisch jederzeit ausloggen. Nach dem Einschlag von Psycho-Bomben und anderen Triggern ist es dafür aber zu spät! Und wenn erstmal Passwörter geknackt oder ausspioniert, oder die Adresse und Telefonnummer an die falschen Kreise geraten sind, hilft das Ausloggen auch nicht mehr viel.
Sei vorsichtig mit Beziehungs-Angeboten im Internet! Der prickelnde Flirt kann auch der Einstieg in eine Beziehungs-Katastrophe oder Ausbeutung gewesen sein. Sei vorsichtig bei Websites und Foren für Überlebende (auch wenn sie noch so seriös wirken und viele Mitglieder haben), in denen es unterschwellig um Beziehungs-Anbahnung/Ausübung, Flirt und Gemischtgruppen-Freizeit oder um eine besondere Zurschaustellung privater Beziehungen vor der gesamten Gruppe geht. Seriöse Hilfsangebote für Opfer sexueller Gewalt fungieren nicht nebenbei als unterschwellige Partnervermittlung!
Wenn du jung bist und gerne flirtest, dann trenne dies unbedingt von deiner Missbrauchs-Aufarbeitung, verquicke es nicht damit. Flirte nur woanders und nur mit Partnern, die ungefähr in der gleichen Altersklasse sind. Aber auch da Vorsicht, denn sehen kann man den anderen im Internet nicht, und nichts ist einfacher als falsche Angaben zu machen. Wenn du entdeckst, dass dich jemand auf diesem Gebiet hinters Licht geführt hat, beende SOFORT die Beziehung! Wer sowas macht, von dem kannst du beinahe eine Garantie bekommen, dass er dich auch auf anderen Gebieten hintergehen und ausbeuten wird!
Foren haben den Vorteil, dass sie meistens (halb-)öffentlich sind und eine größere Anzahl von Leuten mitlesen kann. Das kann zwar kein Unwesen verhindern, senkt aber das Risiko ein wenig.
Mache dir klar, dass Selbsthilfe-Angebote im Internet niemals eine vollwertige Therapie und auch nicht das eigene Arbeiten an sich selbst ersetzen können. Setze keine unrealistisch hohen Erwartungen in Internet-Angebote! Sie können deine Heilung allenfalls ein klein wenig unterstützen, mehr nicht.
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